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"Tour de Piano" 2018 Herfurthsche Hausmusik


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Chopin 25 - 2017


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TOUR DE PIANO 2018

Herfurthsche Hausmusik •

Weißes Haus, Raschwitzer Straße 13, 04416 Markkleeberg

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Zu den Konzerten:

Liebe Konzertfreunde,

in der neuen Saison der „Herfurthschen Hausmusik“ laden wir Sie 2018 zur „Tour de Piano“ ein. In jedem Konzert begegnen Sie einer anderen, vom jeweiligen nationalen Kolorit geprägten Musiktradition. Dabei erklingen neben Bekanntem auch selten aufgeführte interessante Werke.

Elf Programme sind entstanden – eines davon findet traditionell im März um Fryderyk Chopins Geburtstag statt und wird von zwei ausgewählten Stipendiaten der Stiftung Elfrun Gabriel gestaltet.

Nachfolgend können Sie einige Einblicke in die länderspezifischen Programme gewinnen.

HHM 1 21. Januar 2018 – Wiener Klassik

Unsere „Tour de Piano“ startet in Wien. Die ausgewählten Klavierwerke und Ludwig van Beethovens einziger Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ stehen exemplarisch für die „Wiener Klassik“ und sind im Zeitraum von ca. 40 Jahren entstanden. Das älteste Werk, Wolfgang Amadeus Mozarts filigranes Rondo von 1786, wurde später zum Finalsatz der F-Dur- Sonate KV 533. Knapp 20 Jahre später schrieb Beethoven die „Appassionata“, die mit neuartiger emotionaler Kraft und pianistischen Anforderungen nicht nur innerhalb seiner 32 Klaviersonaten einen Wendepunkt markiert. In der völlig anders gearteten melancholischen Ausdruckswelt von Franz Schubert nimmt die D-Dur-Sonate aus dem Jahr 1825 mit ihrem virtuosen und heiteren Charakter ebenfalls einen besonderen Platz ein.

HHM 2 11. Februar 2018 – Tschechische Tänze

Im zweiten Konzert ist Tschechien unser Reiseziel mit temperamentvollen und „furianten“ Tänzen von Bedřich Smetana und Antonín Dvořák, impressionistischen Klängen in „Schmetterlinge und Paradiesvögel“ von Bohuslav Martinů und Dvořáks „Dumky-Trio“. Dieses wurde mit dem Komponisten am Klavier auf einer Konzerttournee 1891 durch seine Heimat zu einem triumphalen Erfolg. Der Einfluss tschechischer Volksmusik ist bei den genannten Kompositionen deutlich hörbar. Bei Martinů prägten vermutlich auch die Glockenklänge aus Kindheitstagen seinen Kompositionsstil, da er als Sohn eines Türmers in einem Kirchturm aufwuchs.

HHM 3 25. März 2018 – Couleurs françaises

Im französischen Programm erklingen „Childrens corner“, „Images“ und „L’isle joyeuse” von Claude Debussy, dessen Todestag sich 2018 zum 100. Mal jährt, sowie von seinem jüngeren Kollegen Maurice Ravel „Gaspard de la nuit“. Im dritten Teil „Scarbo“ wird ein schillerndes Bild eines Kobolds gezeichnet, der die Menschen im Schlaf stört. Ravel wollte damit die berüchtigten Schwierigkeiten von Mili Balakirews „Islamej“ noch übertreffen. Als „Drei romantische Gedichte für Klavier von transzendentaler Virtuosität“ bezeichnete er selbst seinen Zyklus. Die hochmusikalischen Verse Paul Verlaines bzw. deutsche und russische Lyrik regten Gabriel Fauré sowie die Schülerin und Freundin von Fryderyk Chopin, die Sängerin Pauline Viardot-García, zur Komposition von Liedern an. Einige davon hören Sie in der jeweiligen Originalsprache.

HHM 4 15. April 2018 – Musica italiana

Die „Tour de Piano“ führt im April in das Land der Oper und des Belcanto, nach Italien – 2017 mit dem „World Countries Award“ als bestes Land der Welt gekürt. Mit dem „Italienischen Konzert“ erwies Johann Sebastian Bach als Leipziger Thomaskantor nach gründlicher Beschäftigung mit dem italienischen Barock dem Land seine Referenz. Melodien aus Verdi-Opern verarbeiteten Giulio Briccialdi und Franz Liszt in ihren Kompositionen. Sonette von Francesco Petrarca regten Liszt zu Klavierstücken und Johann Friedrich Reichardt zu Liedern an. Ottorino Respighi setzte der Ewigen Stadt mit den „Pinien von Rom“ ein musikalisches Denkmal. Außerdem erklingen „köstliche“ Klavierstücke aus „Péchés de vieillesse – Sünden des Alters“ des vorwiegend als Opernkomponisten bekannten Gioachino Rossini.

HHM 5 13. Mai 2018 – À la ungarese

Der 22-jährige Johannes Brahms und der ungarische Geiger Eduard Reményi unternahmen eine Konzertreise durch Deutschland. Letzterem ist nicht nur die Entstehung der Ungarischen Tänze zu verdanken, sondern auch Brahms’ Begegnung mit Franz Liszt in Weimar sowie die Freundschaft mit dem Geiger Joseph Joachim. Von dessen virtuosen Bearbeitungen der 21 Ungarischen Tänze für Violine und Klavier erklingt die Nr. 5, deren Orchesterfassung in Leipzig 1874 unter Brahms’ Leitung uraufgeführt wurde. Auch Franz Schubert ließ sich vom ungarischen Flair inspirieren und Béla Bartók verarbeitete in seinen Werken südosteuropäische Volksmelodien, die er mit großer Leidenschaft sammelte und archivierte. Csárdás- und Operettenmelodien sowie die 6. Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt sorgen für feurige Momente auf der „Tour de Piano“

HHM 6 1. Juli 2018 – Alla tedesca (Sommerserenade)

Presto alla tedesca – Presto im deutschen Stil – so bezeichnete Ludwig van Beethoven den ersten Satz der Sonate op. 79, geschrieben in der Zeit seiner Verehrung für Therese Malfatti. Die späte Sonate op. 109, mit intimem Charakter und individueller Form, widmete er seiner Schülerin Maximiliane Brentano. Es wird vermutet, dass sie die „Unsterbliche Geliebte“ ist. 1840, im glücklichen Hochzeitsjahr mit Clara Wieck, komponierte Robert Schumann viele seiner schönsten Lieder, darunter den Zyklus „Liederkreis“ op. 24. Fast zeitgleich, im Gründungsjahr der Leipziger Musikhochschule 1843, schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy die „Lieder ohne Worte“ op. 67. Auch das liedartige vierhändige Allegretto von Mendelssohns Schwester Fanny Hensel und Operettenmelodien geben der Sommerserenade einen beschwingten und heiteren Charakter.

HHM 7 23. September 2018 – Russische Träume

In der Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die russische Musik einen bedeutenden Aufschwung und Verbreitung weit über die Grenzen des Russischen Reiches hinaus, begünstigt durch die Reformen des damals regierenden Kaisers Alexander II. Auf Peter I. Tschaikowskys Weg zum Weltruhm war Leipzig innerhalb seiner Europatournee 1887/88 eine wichtige Station. Dort dirigierte er im damals Neuen Gewandhaus seine Orchestersuite op. 43. Von den nachfolgenden Komponisten förderte er besonders den 18-jährigen Sergej Rachmaninow, der mit seinem frühen „Trio élégiaque“ an das zehn Jahre zuvor geschriebene großartige elegische Tschaikowsky-Klaviertrio anknüpfte. Unsere Programmauswahl mit Liedern, Arien, Klavierwerken und Kammermusik reicht von Kompositionen der Hochromantik bis ins 20. Jahrhundert.

HHM 8 21. Oktober 2018 – American Rhapsody (Salon)

Auf der Tour durch Nord- und Südamerika begegnen wir verschiedenartigen musikalischen Genres. Neben Werken von George Gershwin, darunter die „Rhapsody in Blue“ und das Klaviertrio nach Melodien aus „Porgy and Bess“, erklingen auch Kompositionen, die Elemente afro- und lateinamerikanischer Tradition integrieren. Zu hören sind Tangos von Astor Piazolla und die Klavierstücke „Indianisches Tagebuch“ von Ferruccio Busoni, welche im Zusammenhang mit Studien über die Geschichte der Vereinigten Staaten während seiner Lehrtätigkeit in Boston entstanden sind. Mit „Gargoyles“ von Lowell Liebermann erleben Sie Klavierstücke eines der derzeit gefragtesten amerikanischen Komponisten.

HHM 9 18. November 2018 – Klänge aus Skandinavien

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte sich in den nordischen Ländern eine blühende Musikkultur herausgebildet, als deren populärster Künstler der norwegische Komponist und Pianist Edvard Grieg gilt. Es existiert eine enorme Fülle romantischer Klaviermusik mit pianistischem und künstlerischem Anspruch von skandinavischen Komponisten. Dazu gehören u.a. der Norweger Halfdan Kjerulf, wie Grieg Absolvent der Leipziger Musikhochschule, der Finne Selim Palmgren, mit über 350 Klavierstücken „skandinavischer Chopin“ und „nordischer Schumann“ genannt, sowie der Schwede Wilhelm Stenhammar mit seinen Klavierstücken im „herben, unverkennbaren skandinavischen Tonfall“. Zwei Sonaten und der Liederzyklus „Haugtussa“ von Edvard Grieg bilden das Zentrum des Konzertnachmittags.

HHM 10 9. Dezember 2018 – Chopins Polen

Die Lebenswege von Fryderyk Chopin und Ignaz Jan Paderewski waren eng mit der politischen Situation in ihrer polnischen Heimat verbunden. Bei Chopin führte der niedergeschlagene Novemberaufstand 1830 zum Aufenthalt in Frankreich. Dagegen erlebte Ignaz Jan Paderewski 1919 die Unabhängigkeit Polens und wurde erster Ministerpräsident. Der junge Chopin war von Maria Szymanowska sehr beeindruckt, die als erste Pianistin in ihren Konzerten alle Werke auswendig spielte. Ihr Schwiegersohn, der Dichter Adam Mickiewicz, gehörte später zu Chopins engem Freundeskreis, weshalb ein Einfluss der dichterischen Balladen auf die gleichnamigen Werke Chopins nicht auszuschließen ist. Die beiden Zeitgenossen Karol Szymanowsky und Ludomir Rozycki gründeten zusammen die „Verlagsgesellschaft junger polnischer Komponisten“. Während Letzterer als konservativ galt, orientierte sich der 20-jährige Szymanowsky in Wien am Impressionismus und den Balletten von Igor Strawinsky.

Mögen die ausgewählten Stationen der „Tour de Piano“ 2018 Ihre musikalische Reiselust wecken.

Es grüßen herzlich

Gudrun Franke, Dietmar Nawroth, Alexander Meinel, Gerald Fauth

 

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Konzert – Weißes Haus exklusiv
Eintritt: 20 €, ermäßigt 18 €

Konzerte – Herfurthsche Hausmusik
Eintritt: 15 €, ermäßigt 13 €
(außer
„Festlicher Salon“, 21.10.2018)

Kartenvorverkauf:

Tourist-Information
Leipziger Neuseenland und
Stadt Markkleeberg Rathausstr. 22
04416 Markkleeberg
Tel. 0341 3796717

Musikalienhandlung M. Oelsner
Schillerstr. 5, 04109 Leipzig
Tel. 0341 9605656

Ticket-Hotline:
01806 – 700 733 (24 h)

Online-Tickets: www.reservix.de
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