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Clara 2019 Herfurthsche Hausmusik


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Claras Repertoirebüchlein 2019

Herfurthsche Hausmusik •

Weißes Haus, Raschwitzer Straße 13, 04416 Markkleeberg

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Zu den Konzerten:

Liebe Konzertfreunde,

zum 200. Geburtstag von Clara Schumann widmen wir die Her- furthsche Hausmusik 2019 einer Künstlerin, die im 19. Jahrhundert im Mittelpunkt des europäischen Musiklebens stand.

Im Festjahr CLARA19 wird sie als gefeierte Pianistin, Komponistin, Ehepartnerin von Robert Schumann, Künstlerfreundin von Johan- nes Brahms und Joseph Joachim, erfolgreiche Pädagogin sowie als Mutter von acht Kindern geehrt.

Die frühe Förderung durch ihren Vater Friedrich Wieck ließ sie be- reits als 11-Jährige zu einer beachteten Pianistin werden, deren Spiel auch Johann Wolfgang von Goethe, Niccolo Paganini, Fry- deryk Chopin und Felix Mendelssohn Bartholdy beeindruckte. Ihr Vater legte großen Wert auf das Vierhändigspiel und organisierte für sie bereits in frühem Alter Konzerte mit Musikern des Gewand- hauses in Trio- und Quartettbesetzungen.

25 Jahre lang war die Stadt Leipzig Claras Lebensmittelpunkt, wo- hin sie auch später aus Dresden, Düsseldorf, Berlin, Baden-Baden und Frankfurt immer wieder zurückkehrte .

In Leipzig wurde sie am 24. Oktober 1878 zum 50. Künstlerjubi- läum gefeiert und 1885 als Solistin des letzten Konzerts im Alten Gewandhaus sowie zum offiziellen Eröffnungskonzert des neu er- bauten Gewandhauses unter Anwesenheit des Sächsischen Kö- nigspaares eingeladen.

Ihre Konzerttourneen führten sie nach Paris, Wien, Skandinavien, Russland, neunzehnmal nach England und durch ganz Deutschland.

1. Konzert – Chopin und Paris

Ihre erste große Auslandsreise unternahm Clara 1832 mit ihrem Vater Friedrich Wieck nach Paris. Die 13-Jährige fand Anerkennung in den dortigen Salons und begegnete auch Fryderyk Chopin. Sei- ne Variationen über Mozarts „Là ci darem la mano“ op. 2 spielte sie mit großem Erfolg noch im gleichen Jahr im Leipziger Gewand- haus. 1832 erschien auch ihr eigenes op. 2, die Caprices en forme de Valse. Im Alter von 15 Jahren studierte sie Chopins Klaviertrio op. 8 und auf dem Programm zum 60-jährigen Künstlerjubiläum stand ebenfalls ein Werk von Chopin: das Klavierkonzert f-Moll op. 21. Viele seiner Werke gehörten zu ihrem Repertoire.

2. Konzert – K. k. Kammervirtuosin in Wien

Als zweite Station auf dem Weg zum Erfolg seiner Tochter wähl- te Friedrich Wieck 1837 die Musikmetropole Wien aus. Clara, 18 Jahre alt, spielte Präludien und Fugen von J. S. Bach, die damals keinesfalls zum gängigen Konzertrepertoire gehörten. Sie riss die Wiener zu Beifallsstürmen hin, auch mit Beethovens „Appassio- nata“. Franz Grillparzer verfasste das Gedicht „Clara Wieck und Beethoven“ und Kaiser Ferdinand I. verlieh ihr als erster Frau und Nichtösterreicherin den Titel K. k. Kammervirtuosin. Auch Franz Liszt hörte die junge Clara in Wien und brachte seine Anerkennung zum Ausdruck.

3. Konzert – Von Leipzig zum Zarenhof

1844, in ihrem vierten Ehejahr, ging Claras lang gehegter Wunsch in Erfüllung, in Russland zu konzertieren. Robert Schumann beglei- tete sie auf der fast fünfmonatigen Reise. Zu den Höhepunkten gehörten der Aufenthalt in Moskau und eine Konzerteinladung der Zarenfamilie in Sankt Petersburg. Dort spielte Clara für die mu- sikliebende Kaiserin Alexandra Fjodorowna u.a. Felix Mendelssohn Bartholdys "Frühlingslied", das sie zwei Mal wiederholen musste. Besonderen Beifall fand auch Schumanns Klavierquintett op. 44. Robert berichtete im Tagebuch von interessanten Begegnungen, wie den Treffen mit der Witwe von John Field und mit Adolf Hen- selt, der mit Clara konzertierte und in vielen organisatorischen Fra- gen sehr hilfreich war.

4. Konzert – Dresdner Zwischenspiel

Unruhige Zeiten erwarteten Clara und Robert in Dresden. Das an- gespannte Verhältnis zum dort lebenden Vater Friedrich Wieck trug ebenso dazu bei wie ihr unbefriedigendes Engagement für ein organisiertes Konzertleben, so wie sie es aus Leipzig kannten. Hinzu kamen 1847 das plötzliche Ableben von Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel, 1849 die Ableh- nung von Roberts Antrag zur Organisation einer Gedenkveran- staltung für Fryderyk Chopin in der Frauenkirche und der zeitwei- lige Umzug mit der Familie nach Maxen und Kreischa wegen des Dresdner Maiaufstands. Trotzdem waren beide sehr produktiv. Es entstanden u.a. Claras Präludien und Fugen op. 16 und das Kla- viertrio op. 17. Sie spielte in Dresden die Uraufführung von Roberts Klavierkonzert a-Moll op. 54 und dessen neue Klaviertrios op. 63 und op. 88. Er überreichte ihr zu Weihnachten die Romanzen für Oboe und Klavier op. 94 und die vierhändigen „Bilder aus Osten“ op. 66.

5. Konzert – Blumentagebücher

Clara Schumanns Blumentagebücher gehören zu den schönsten und persönlichsten Erinnerungsstücken. Die gepressten Blüten und kleinen Sträußchen mit den dazugehörigen Texten geben Einblicke in ihr Familien- und Reiseleben sowie in die Konzertpro- gramme. Das „Blumenbuch für Robert“ begann sie mit der Ein- lieferung ihres Mannes in die Nervenheilanstalt Endenich. Sie er- hielt es von Johannes Brahms zur Aufbewahrung von Blumen für ihren Robert, der dieses Büchlein jedoch nie sah. Das „Berliner Blumentagebuch 1857-1859“ legte sie für Johannes Brahms an.

6. Konzert – Begegnungen in Düsseldorf

Große Erwartungen knüpften Clara und Robert an ihren Um- zug nach Düsseldorf. Der Freund Ferdinand Hiller hatte einen gelungenen musikalischen Empfang organisiert. Es fand sich auch bald eine passende Wohnung in der Bilker Straße 15, wo beide erstmals ungestört voneinander arbeiten konnten. Zum engsten Freundeskreis gehörten der Geiger Joseph Joachim, be- kannt schon aus der Leipziger Zeit, wie auch der junge Johannes Brahms. In Düsseldorf spielte Clara erstmals öffentlich mit Joa- chim, u.a. Roberts 2. Violinsonate. Er wurde zu ihrem wichtigsten Konzertpartner mit weit über 200 gemeinsamen Auftritten. An Roberts 44. Geburtstag überreichte Johannes Brahms Clara ein Notenbüchlein mit seinen gesammelten ungarischen Melodien - das Material für die berühmten Ungarischen Tänze. Brahms und Joachim unterstützten Clara bis an ihr Lebensende.

7. Konzert – "Liebe verehrte Klara ...“

So begann Robert Schumann seinen ersten Brief an die drei- zehnjährige „Klara“. Er wählte häufig diese Schreibweise ihres Namens, um damit seine Vorstellung von ihrem Wesen zu unter- streichen. In diesem Programm, in unmittelbarer Nähe zum 200. Geburtstag von Clara Schumann am 13. September, verbinden sich Auszüge aus Tagebüchern und Briefen sowie die Klaviermu- sik von Clara und Robert Schumann zur Lebensgeschichte des berühmtesten Liebespaares des 19. Jahrhunderts.

8. Konzert – Das Häuschen in Baden-Baden

Claras in Baden-Baden lebende Freundin, die Sängerin Pauline Viardot-Garcia, motivierte sie zum Kauf eines Häuschens und fand auch das geeignete Objekt. In einem Brief an Johannes Brahms schwärmte Clara vom zwar "kleinsten Häuschen", das aber innen recht komfortabel sei, von eigenen Zimmerchen für die Kinder, dem herrlichen Blick in den Garten und nahen Wald, von drei Flügeln im Haus, einem Musiksalon und den guten Musi- kern, die sie für die Hauskonzerte fand. Viele Kammermusikwer- ke von Brahms sind hier erklungen, darunter die ersten beiden Klavierquartette, das Klavierquintett und das Horntrio. Dieses spielte sie auch 1866 in Leipzig und berichtete dem Komponisten vom gelungenen Konzert mit einem „vortrefflichen Hornisten“

9. und 10. Konzert – Claras Schüler am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt

Ihre Unterrichtstätigkeit in fester Anstellung begann am neu ge- gründeten Konservatorium in Frankfurt 1878, dem Jahr ihres 50. Künstlerjubiläums. Um die begehrten Studienplätze bei ihr spiel- ten Bewerber aus den USA und ganz Europa, darunter ein Drittel allein aus England. Es lassen sich die Wege von etwa 70 Schülern verfolgen. Einige von ihnen unterrichteten nach Claras Ausschei- den ebenfalls in Frankfurt oder leiteten erfolgreiche Klassen an neu gegründeten musikalischen Institutionen, wie z.B. in London und New York. Ein von Clara geführtes „Vorspielbüchlein“ ermög- licht Einblicke in ihr „Unterrichtslabor“. Alle Hinweise und Ein- schätzungen beruhen auf ihren langjährigen Konzerterfahrungen mit einem umfangreichen und stilistisch vielseitigen Repertoire.

Nur wenige Künstler dokumentierten so kontinuierlich und ge- wissenhaft, was sie privat und künstlerisch bewegte, wie Clara und Robert Schumann. Überliefert sind persönliche Tagebücher, das sogenannte Brautbuch, Ehetagebücher, Haushaltsbücher, ein „Erinnerungsbüchlein für unsere Kinder“, Blumentagebücher und das erwähnte Vorspielbüchlein. Ein Repertoirebüchlein je- doch gab es bisher noch nicht.
Mit „Claras Repertoirebüchlein 2019“ möchten wir gemein- sam mit Ihnen in den Konzerten der Herfurthschen Hausmusik im Weißen Haus Markkleeberg den 200. Geburtstag von Clara Schumann feiern.

Sie sind herzlich eingeladen!

Alexander Meinel, Gudrun Franke, Dietmar Nawroth, Gerald Fauth

 

Hier gehts zu den Konzerten.

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Konzert – Weißes Haus exklusiv
Eintritt: 20 €, ermäßigt 18 €

Konzerte – Herfurthsche Hausmusik
Eintritt: 15 €, ermäßigt 13 €
(außer
„Festlicher Salon“, 21.10.2018)

Kartenvorverkauf:

Tourist-Information
Leipziger Neuseenland und
Stadt Markkleeberg Rathausstr. 22
04416 Markkleeberg
Tel. 0341 3796717

Musikalienhandlung M. Oelsner
Schillerstr. 5, 04109 Leipzig
Tel. 0341 9605656

Ticket-Hotline:
01806 – 700 733 (24 h)

Online-Tickets: www.reservix.de
www.kalender.markkleeberg.de/
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