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Beethoven & Wien 2020

Herfurthsche Hausmusik •

Weißes Haus, Raschwitzer Straße 13, 04416 Markkleeberg

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Liebe Konzertfreunde,

2020 jährt sich zum 250. Mal der Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Geboren in Bonn, wurde sein Lebensmittelpunkt für 35 Jahre die Stadt Wien. In den noch heute existierenden Konzertstätten, dem Eroica-Saal im Palais des Fürsten Lobkowitz wie auch dem Großen Redoutensaal der Spanischen Hofreitschule, feierte er seine größten Triumphe und das Theater an der Wien erlebte die Uraufführung der einzigen Oper „Fidelio“.

Gefördert durch Unterricht bei Joseph Haydn und mit der Unterstützung einflussreicher Gönner, unter ihnen Fürst Karl von Lichnowsky und Erzherzog Rudolf von Österreich, gelangte Beethoven in Wien besonders als Pianist schnell zu Ruhm. Von einem seiner großen Verehrer, Franz Grillparzer, wird Beethoven als höchst elegant beschrieben, „mit Brillen, schwarz gekleidet, ganz gegen seine späteren Gewohnheiten“. Zu den über 60 in Wien bekannten Adressen Beethovens gehörte auch die Grinzingerstraße 64 in Heiligenstadt, wo er die Sommermonate 1808, bei der Arbeit an der 6. Sinfonie, im gleichen Haus mit dem damals 17-jährigen Dichter verbrachte.

In unserem Konzertzyklus „Beethoven und Wien“ blicken wir mit den einzelnen Programmen auf Beethovens Förderer und Widmungsträger. Zu letzteren gehören sowohl adlige Potentaten und Mäzene, deren Gattinnen, Töchter und Verwandte als auch zahlreiche von Beethoven umschwärmte Klavierschülerinnen, mit denen sich jedoch aus Standesgründen keine langfristige Verbindung bzw. Eheschließung ergab.

Auch Werke anderer großer Komponisten der Musikstadt Wien, wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Hugo Wolf, Johannes Brahms und Johann Strauß, sind in die Programmgestaltung einbezogen. Der „Festliche Salon“ im Oktober widmet sich Ludwig van Beethoven und Fryderyk Chopin und steht damit nicht nur im Zeichen guter Tradition und langjähriger Zusammenarbeit mit der Stadt Markkleeberg, sondern auch der Komponisten, die seit Jahrhunderten das Zentrum des pianistischen Diskurses bilden.1. Konzert – Chopin und Paris

Ihre erste große Auslandsreise unternahm Clara 1832 mit ihrem Vater Friedrich Wieck nach Paris. Die 13-Jährige fand Anerkennung in den dortigen Salons und begegnete auch Fryderyk Chopin. Sei- ne Variationen über Mozarts „Là ci darem la mano“ op. 2 spielte sie mit großem Erfolg noch im gleichen Jahr im Leipziger Gewand- haus. 1832 erschien auch ihr eigenes op. 2, die Caprices en forme de Valse. Im Alter von 15 Jahren studierte sie Chopins Klaviertrio op. 8 und auf dem Programm zum 60-jährigen Künstlerjubiläum stand ebenfalls ein Werk von Chopin: das Klavierkonzert f-Moll op. 21. Viele seiner Werke gehörten zu ihrem Repertoire.

Zu den Konzerten:

1. Konzert – Graf Waldstein - 26. Jan 2020, 17.00 Uhr

Beethovens Kind- und Jugendzeit in Bonn prägte der strenge Vater, ein „Tenorist“ in der kurfürstlichen Hofkapelle, der mit drastischen Methoden ein neues Wunderkind präsentieren wollte. Durch den frühen Tod der Mutter und die Trunksucht des Vaters wurde Beethoven schon mit 14 Jahren Alleinverdiener für sich und die beiden Brüder. In der Familie von Breuning fand er einen Familienersatz und ein breites Bildungsangebot. Eine wichtige Rolle spielte auch Graf Ferdinand Ernst von Waldstein-Wartenberg (1762–1823), ein guter Amateur auf dem Klavier und als Komponist. Ihm wurden versehentlich Beethovens Ritterballett, 1791 zum Karneval in Bonn aufgeführt, und das Thema der vierhändigen Waldstein-Variationen zugeschrieben. Dieses stammt aus dem genannten Ritterballett. Vermutlich wurde der Irrtum aus Dankbarkeit nicht aufgeklärt, denn der Graf ermöglichte Beethoven die Reisen nach Wien und die Bekanntschaft zu Joseph Haydn. Mit der Klaviersonate op. 53, der „Waldsteinsonate“, machte Beethoven den Grafen unsterblich.

2. Konzert – Mozarts Geist aus Haydns Händen - 09. Feb 2020 / 17.00 Uhr

Dieses Konzert vereint die drei Meister der Wiener Klassik. Der Gönner und großzügige Förderer Graf Waldstein gab mit der Formulierung in Beethovens Stammbuch anläßlich dessen Abreise nach Wien das Motto für dieses Programm:
Lieber Beethoven! Sie reisen itzt nach Wien zur Erfüllung ihrer so lange bestrittenen Wünsche. Mozart's Genius trauert noch und beweinet den Tod seines Zöglinges. Bey dem unerschöpflichen Haydn fand er Zuflucht, aber keine Beschäftigung; durch ihn wünscht er noch einmal mit jemanden vereinigt zu werden. Durch ununterbrochenen Fleiß erhalten Sie: Mozart's Geist aus Haydns Händen. Bonn d 29t. Oct. 792.
Ihr wahrer Freund Waldstein.

3. Konzert – Antonie Brentano - 22. Mär 2020, 17.00 Uhr

Zwischen Beethoven und Antonie Brentano (1780– 1869), der Schwägerin von Bettina von Arnim, entwickelte sich im Mai 1810 eine tiefe Freundschaft, die von Antonie als eine Art „Wahlverwandtschaft“ beschrieben wurde. Beethoven sei „einer der liebsten Menschen“ und besuche sie „beinahe täglich“. In ihrem Besitz befand sich das Originalmanuskript von Beethovens Lied „An die Geliebte“ (WoO 140), auf dem sie vermerkte: „den 2n März 1812 mir vom Author erbethen“. Dies gilt einigen Wissenschaftlern als Indiz, dass Antonie tatsächlich Beethovens Geliebte war.

4. Konzert – Beethoven und Schubert - 19. Apr 2020, 17.00 Uhr

Obwohl Franz Schubert und Ludwig van Beethoven in derselben Stadt lebten, sind sie einander kaum begegnet. Mit Beethovens Werken kam Schubert schon als Schüler im Konvikt in Berührung. Nach einer Aufführung der Fünften Sinfonie durch das Konvikt-Orchester soll der damals 18-jährige Schubert zu seinem Freund Joseph von Spaun gesagt haben: „Heimlich im Stillen hoffe ich wohl selbst noch etwas aus mir machen zu können, aber wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“ Der 27 Jahre jüngere Schubert überlebte Beethoven nur um ein Jahr. Seine große Bewunderung kommt auch in der Wahl des denkwürdigen Termins für sein erstes und einziges öffentliches Konzert mit eigenen Werken zum Ausdruck: Es fand an Beethovens erstem Todestag statt, am 26. März 1828.

5. Konzert – A Thérèse - 17. Mai 2020, 17.00 Uhr

Die aus einem ungarischen Adelsgeschlecht stamm- ende Gräfin Therese Brunsvik von Korompa (1775–1861) begegnete dem fünf Jahre älteren Beethoven 1799 in Wien. Beeindruckt von ihren überdurchschnittlichen Begabungen – sie beherrschte mehrere Sprachen, konnte zeichnen, singen und sehr gut Klavierspielen – unterrichtete er sie fast täglich unentgeltlich. Annäherungsversuche von Beethovens Seite waren jedoch wenig erfolgreich, da Thereses Mutter nach finanzkräftigen Bewerbern um die Hand ihre Tochter Ausschau hielt. Der Kontakt blieb aber bestehen und Beethoven widmete Therese die Klaviersonate op. 78 sowie ihrem Bruder Franz Brunsvik (1777–1849) die „Appassionata“ op. 57.

Josefa von Braun (1765–1838), Gattin des damaligen Direktors des Wiener Hoftheaters Peter Gottlieb von Braun, ist die Sonate op. 14/1 und der Gräfin Anna Margarete von Browne (1769–1803) die Sonate op. 10/2 zugeeignet. Als Frau eines großzügigen Gönners der Wiener Gesellschaft lud sie den jungen Beethoven oft in ihr Haus ein.

6. Konzert – Für Elise - 5. Jul 2020, 15.00 Uhr
Sommerserenade

Der Titel des 1810 entstandenen berühmten Albumblatts WoO 59 gibt nach wie vor Anlass zu mancherlei Vermutungen. Es könnte die damals mit Beethoven befreundete 17-jährige Sängerin Elisabeth Röckel (1793–1883) gemeint sein, die in ihrem Bekannten- und Freundeskreis „Elise“ genannt wurde und 1813 den Pianisten Johann Nepomuk Hummel heiratete. Bei Beethovens Klavierschülerin Julie Guicciardi (1782–1856), ihr ist die Sonate op. 27/2 gewidmet, handelt es sich wahrscheinlich um jenes „zauberische Mädchen“, über welches er 1801 in einem Brief an seinen Jugendfreund Franz Gerhard Wegeler schrieb. Beethovens Verbindung zum Petersburger Hof begann mit dem Kompositionsauftrag der Violinsonaten op. 30 für den russischen Zaren Alexander I. Auch die Zarin Elisabeth Alexejewna gehört mit der Polonaise op. 89 zu Beethovens Widmungsträgerinnen.

7. Konzert – Fürst Karl von Lichnowsky - 27. Sep 2020, 17.00 Uhr

Zu Beethovens wichtigsten frühen Förderern in Wien zählte der musikliebende Fürst Karl von Lichnowsky (1761–1814), der bereits Wolfgang Amadeus Mozart unterstützt hatte. Er initiierte 1795 sowohl die Herausgabe von Beethovens Klaviertrios op. 1 als auch die Uraufführung in seiner Residenz. Seinem Freund Wegeler schreibt Beethoven: „Lichnowsky, [...] immer noch mein wärmster Freund [...] hat mir eine sichere Summe von 600 fl. ausgeworfen.“ Das Rondo op. 51/2 ist der Schwester Henriette von Lichnowsky (1769–1829) gewidmet, die nach ihrer Heirat mit dem Marquis von Carneville nach Paris zog und mit Fryderyk Chopin befreundet war.

8. Konzert – Beethoven und Chopin - 18. Okt 2020, 18.00 Uhr
Festlicher Salon

Die Werke von Ludwig van Beethoven waren Fryderyk Chopin ebenso vertraut wie die von Johann Sebastian Bach. Die Klaviersonate As-Dur op. 26, Chopins Lieblingssonate, war vermutlich Vorbild bei der Komposition seiner drei Klaviersonaten, besonders hinsichtlich des Satzbaus und der Verwendung eines Trauermarschs in der Sonate b-Moll op. 35. Als Meisterwerke bezeichnete Chopin das „Erzherzogtrio“ B-Dur op. 97, die Oper „Fidelio“ und die Sinfonien, die er auch auf dem Klavier spielte. Selten sind in öffentlichen Konzerten Beethovens Sinfonien in Klavierfassungen zu erleben. Im „Festlichen Salon“ erklingt u.a. das Finale aus der 9. Sinfonie in der Bearbeitung von Franz Liszt.

9. Konzert – Beethoven, Brahms, Wolf - 15. Nov 2020, 17.00 Uhr

Johannes Brahms (1833–1897) bemerkte seinen Freunden gegenüber, dass es sehr schwer sei, nach Beethoven Sinfonien zu schreiben. Deshalb ließ er sich mit dieser großen Form entsprechend viel Zeit. 1862 entstand ein Sinfoniesatz, aber erst 14 Jahre später, an den Wissower Klinken auf der Insel Rügen gelang ihm die Vollendung. Seine kritische Haltung gegenüber den eigenen Werken äußerte sich auch darin, daß er sein erstes Klaviertrio op. 8 nach 35 Jahren tiefgreifend überarbeitete. Die neue Fassung, welche in unserem Konzert erklingt, wurde 1890 mit Brahms am Klavier in Frankfurt aufgeführt. Brahms gehörte seit seinem Umzug 1872 nach Wien zu den führenden Autoritäten des dortigen Musiklebens. Der ebenfalls in Wien ansässige Hugo Wolf hingegen fristete ein dürftiges Leben und war auf die Hilfe seines Vaters und seiner Freunde angewiesen. Trotz gesundheitlicher Labilität, verbunden mit dem Wechsel von Perioden intensiver Schaffenskraft und physischer Erschöpfung, fand er mit feinsinniger Textausdeutung, dem charakteristischen Klaviersatz und der meist selbständig geführten Singstimme zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten und erlangte als Liedkomponist eine einzigartige Stellung.

10. Konzert – Erzherzog Rudolph von Österreich - 06. Dez 2020, 17.00 Uhr

Rudolph Johann Joseph Rainer von Österreich (1788– 1831) war ein großer Freund und Förderer der Kunst und etwa ab 1808 der einzige Schüler, dem Beethoven Klavier- und Kompositionsunterricht erteilte. Als Beethoven 1809 eine feste Anstellung in Kassel angeboten wurde, zahlte er ihm eine jährliche Rente von 1500 Talern, um ihn in Wien zu halten. Keinem anderen Gönner Beethovens ist eine so große Zahl von bedeutenden Werken gewidmet, darunter die Oper „Fidelio“, die Klaviersonaten Es-Dur op. 81a „Les adieux“, B-Dur op. 106 „Hammerklaviersonate“ und c-Moll op. 111, das „Erzherzogtrio“ B-Dur op. 97 sowie die Klavierkonzert Nr. 4 und Nr. 5. Zu seiner Inthronisation als Erzbischof von Olmütz im März 1820 komponierte Beethoven die „Missa solemnis“, die allerdings wegen des gewaltigen Umfangs nicht rechtzeitig fertig wurde und bei der Zeremonie nicht erklang.

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Eintritt: 15 €, ermäßigt 13 €
(außer
„Festlicher Salon“, 21.10.2018)

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04416 Markkleeberg
Tel. 0341 3796717
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